Dekarbonisierung der Wärmeversorgung in einfamilienhausähnlichen Siedlungsstrukturen in Wien
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Im Projekt wurde untersucht, wie die Wärmeversorgung in einfamilienhausähnlichen Siedlungsstrukturen in Wien dekarbonisiert werden kann. Im Fokus standen Gebiete außerhalb der zukünftigen Fernwärmeausbaugebiete mit überwiegend dezentralen Gasheizungen. Ziel war die Entwicklung technischer, organisatorischer und wirtschaftlicher Lösungen für eine erneuerbare Wärmeversorgung auf Gebäude- und Quartiersebene.
Dazu wurden drei Test-Cases mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen analysiert: eine Reihenhaussiedlung eines gemeinnützigen Bauträgers, ein Pilotblock im Cottageviertel mit privater Eigentümerstruktur sowie ein Reihenhaus im 14. Bezirk, auch von einem gemeinnützigen Bauträger. Bewertet wurden individuelle Lösungen mit Wärmepumpen ebenso wie gemeinschaftliche Niedertemperatur- und Anergienetze.
Neben technischen Konzepten wurden Investitions- und Lebenszykluskosten, Wärmebedarfsdichten, Leitungsinfrastrukturen sowie organisatorische und wohnrechtliche Rahmenbedingungen untersucht. Ein besonderer Fokus lag auf der Frage, unter welchen Bedingungen gemeinschaftliche Wärmelösungen wirtschaftlich und organisatorisch umsetzbar sind.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Eigentümerstruktur, die Transaktionskosten sowie der Zeitpunkt der Umsetzung entscheidende Faktoren für gemeinschaftliche Lösungen sind. Gleichzeitig wurde deutlich, dass auch in Gebieten mit vergleichsweise geringer Wärmedichte gemeinschaftliche Wärmeversorgung technisch möglich sein kann. Die Studie liefert Grundlagen für zukünftige Strategien der Stadt Wien zur Dekarbonisierung von Bestandsquartieren außerhalb klassischer Fernwärmegebiete.
Skizze der Gebäudetechnik, e7