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Optimierte Dimensionierung von Wärmepumpen

Neubau- & Sanierungsberatung Zieldefinition für nachhaltige und energieeffiziente Gebäude Lebenszykluskosten Lebenszykluskosten & Wirtschaftlichkeit Smart Cities & Energiekonzepte Politikberatung & Energiewirtschaft Dynamische Gebäude- und Anlagensimulation Qualitätssicherung Haustechnikplanung

Projektstatus

abgeschlossen
Projektzeitraum: 07/2020 – 11/2020

Projektbeschreibung

Für die Auslegung der Gebäudetechnik werden im Regelfall die geltenden Normen herangezogen, sind sie doch die öffentlich anerkannte gemeinsame Grundlage für die Planung und Errichtung. Die Verwendung der geltenden Normen ist auch in der Regel sehr wichtig, da sich so alle Beteiligten auf gemeinsame Standards festlegen und somit viele Schnittstellen untereinander klar festgeschrieben sind.

Ein Ziel der Norm ist es, Sicherheit für alle Beteiligten zu bieten. Insbesondere für die Ausführenden und NutzerInnen der unterschiedlichen Technologien gilt einerseits das oberste Sicherheitsprinzip und andererseits die Gewährleistung, dass der gewünschte Nutzen und Komfort auch bei ungünstigen Rahmenbedingungen eintreten.
Die geltenden Normen bilden im Idealfall den Stand der Technik ab. In der Realität benötigt es jedoch meist mehrere Jahre bis eine Norm fertig gestellt ist und somit können nicht alle Neuerungen in der Technik und des Baustandards miteinbezogen werden. Infolgedessen ist eine kürzlich fertiggestellte Norm in manchen Bereichen schon wieder zu alt, um wertvollen Innovationen den Durchbruch zu erleichtern.

Überdimensionierung als Hürde für den Klimaschutz
Viele der geltenden Normen bieten zu wenig Flexibilität und Möglichkeiten, die Energietechnologien zur Gebäudekonditionierung dem tatsächlichen Bedarf anzupassen. Oder, vorhandene Flexibilitäten sind in den üblichen Berechnungsprogrammen nicht umgesetzt, sind PlanerInnen unbekannt oder erhöhen den Planungsaufwand, ohne abgegolten zu werden. Bei den gängigen Normberechnungen werden Parameter angesetzt, die entweder einem veralteten Baustandard entsprechen oder für so ungünstige Rahmenbedingungen ausgelegt sind, die in der Realität nicht oder nur äußerst selten eintreten. Das führt in der Regel zu einer nicht unwesentlichen Überdimensionierung der Anlagentechnik.

Überdimensionierung ist Mittel zur Rechtssicherheit
Wird die Anlagentechnik kleiner ausgelegt, als es die üblichen Berechnungen nach Norm vorsehen, so besteht die Gefahr, dass sich die Beteiligten aus dem rechtssicheren Raum bewegen. Die geltenden Normen werden in einem Streitfall vor Gericht als Basis für die Auslegung herangezogen. Entweder müssen die AuftrageberInnen, die PlanerInnen aus ihrer Haftpflicht entlassen oder die PlanerInnen müssen das Risiko übernehmen.
Solche Risiken werden in der Regel von keinem übernommen, was wiederum zur Auslegung nach Norm und damit zu überdimensionierten Anlagen führt.

Ziel und Abgrenzung der Studie
Diese Studie soll das Bewusstsein für eine bedarfsgerechte Dimensionierung der Wärmebereitstellungsanlage stärken. Ferner soll Wege aufgezeigt, wie AuftraggeberInnen die Planung gebäudetechnischer Anlagen beauftragen können, ohne das Risiko eingehen zu müssen unpassend dimensionierte Anlagen zu bekommen, welche den gewünschten Komfort nicht bereitstellen können. Auch PlanerInnen sollen nicht die Befürchtung haben, ein größeres Planungsrisiko eingehen zu müssen als bisher.

Diese Studie konzentriert sich auf das Thema der Wärmebereitstellung und insbesondere am Beispiel der Wärmepumpentechnologie in Nicht-Wohngebäuden. Sie zeigt die üblichen Herangehensweisen der Auslegung auf und welche Problemfelder damit entstehen. Es werden aber auch Lösungswege gezeigt, wie man diese überwinden kann.