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Bestimmung der Energieeinsparung durch Absenkung der Zirkulationstemperatur des Warmwassers

Auftraggeber

SEWIS 

Projektstatus

Abgeschlossen

Projektbeschreibung

Um Legionellen im Trinkwasser zu vermeiden, ist es entsprechend der Vorgaben erforderlich, dass Wasser derart zu erhitzen, dass der Rücklauf bei über 55 °C liegt. In der Praxis ist es dadurch erforderlich, dass Wasser meist auf mehr als 62 °C zu erhitzen.

In einem Seniorenheim (Neubau 2015) wird zur Vermeidung der Legionellen ein anderer Weg gewählt. Dem Warmwasser wird zur Vermeidung der Legionellenbildung Anolyte beigemischt. In Absprache mit dem Landeshygieniker ist es dadurch zulässig, die Warmwasserzirkulation mit einer Vorlauftemperatur von 44 °C zu betreiben. 

Im Rahmen der Analyse wurde von e7 untersucht, wie groß der Energieverbrauch wäre, wenn die üblichen Betriebsbedingungen angewendet würden, d.h. die Rücklauftemperatur mehr als 55 °C beträgt . Dazu wurde in den Nachstunden die Vorlauftemperatur angehoben und mit Hilfe der Vor- und Rücklauftemperatur sowie der Zirkulationsmenge die zusätzlichen Verluste ermittelt. 

Die Messungen und die darauffolgenden mathematischen Analysen ergaben, dass bei der gegebenen Zirkulationsmenge von ca. 6.600 l/h die Vorlauftemperatur zumindest 61,5 °C sein muss, um eine Rücklauftemperatur von über 55 °C einzuhalten. Der Energieverbrauch für die Warmwasserbereitung wäre dabei um ca. 154 MWh höher als bei der gegebenen Situation. Zirkulationsverluste während der Heizperiode tragen indirekt zur Beheizung des Gebäudes bei und müssen beim Wegfallen (aufgrund der geringeren Vorlauftemperatur) durch Heizenergie ersetzt werden. Unter der Annahme, dass 40 % der Zirkulationsverluste das Gebäude mitheizen, betragen die verbleibenden Verluste mehr als 92.100 kWh bzw. mehr als € 9.700,- pro Jahr. Durch die geringere Vorlauftemperatur reduziert sich der Wärmeinsatz bezogen auf das gesamte Objekt um 11,3 %. Anders formuliert: Die Energiekosten wären um 12,7 % höher, wenn es nicht die geringere Warmwasser-Vorlauftemperatur gäben würde.

Weitere Informationen zur e7-Dienstleistung: 

Projektleiter

Georg Benke

T: +43 1 907 80 26 - 57

georg.benke@e-sieben.at

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