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Nachhaltigkeit Massiv: Massive Alternative im modernen nutzungsflexiblen Bürobau

Projektbeschreibung:

Das Forschungsprojekt „Nachhaltigkeit massiv“ war eine Initiative des Fachverbandes der Stein- und keramischen Industrie Österreichs und legte das Fundament für die Erarbeitung wissenschaftlicher Grundlagen im Bereich des Massivbaus. Ziel war es, die Unternehmen der Stein- und keramischen Industrie sowie deren Produkte und Dienstleistungen für das nachhaltige Bauen zu positionieren, wobei zwei Schwerpunkte verfolgt wurden:

  • Technologische Weiterentwicklung von Bauprodukten und -dienstleistungen
  • Beiträge für die Verbesserung von Bewertungsinstrumenten

In Arbeitspaket 7 des Projekts entwickelte e7 den Leitfaden "Wirksame Speichermasse im modernen, nutzungsflexiblen Bürobau".

Im Bürobau hat die Nutzungsflexibilität derzeit einen besonders hohen Stellenwert. Aus diesem Grund wird der Innenausbau häufig in Leichtbauweise hergestellt, abgehängte Decken und Doppelböden machen auch noch die an sich vorhandene Speichermasse weitgehend thermisch unwirksam. Dies führt zu verstärkter Überhitzung im Sommer und zu rascher Abkühlung der raumumschließenden Flächen im Winter.


Die Folge davon sind Büroräume, die im Sommer nur mit einem beträchtlichen Energieaufwand für Kühlung genutzt werden können, daher übersteigt der Kühlenergiebedarf vieler Bürobauten deren Heizenergiebedarf. Auch im Winter ist der Energieaufwand aufgrund der raschen Auskühlung der Umschließungsflächen höher als bei massiven Bauteilen.

Neben konstruktiven Maßnahmen können Nachtlüftung und Bauteilaktivierung das Wärmespeichervermögen massiver Bauteile besser nutzbar machen.


Das größte Potenzial liegt in der Nutzung der massiven Decke. Bei den Lösungsmöglichkeiten werden auch Aspekte der Beleuchtung sowie der Akustik berücksichtigt. Für Zwischenwände, die nicht verschoben werden müssen, eignen sich Stahlbeton, Ziegel, vorgefertigte Vollgips-Wandbauplatten oder Gipskartonplatten mit integrierten latenten Wärmespeichern (Phase Change Materials).



Eine Bauteilaktivierung kann aufgrund der großen Abstrahlungsflächen mit einer geringen Temperaturdifferenz zwischen Innenraum- und Wassertemperatur der Rohrregister heizen und Beiträge zur Kühlung liefern. Vorlauftemperaturen im Bereich zwischen 19 und 27 ºC sind ebenfalls gut geeignet für die Nutzung der Umweltenergie.

Mit der Anwendung der Empfehlungen des im Projekt 07 erarbeiteten Leitfadens entsteht u.a. folgender Nutzen:

  • Zusätzliche Geschoße werden durch die Reduktion der Geschoßhöhe möglich (Entfall der abgehängten Decke)
  • Ideale Voraussetzungen zur Heizung und Kühlung mittels Bauteilaktivierung
  • Gesteigerter Komfort durch temperierte raumabschließende Flächen mit geringem Temperaturunterschied zur Raumlufttemperatur
  • Verringerung der Energiekosten


Kontakt

Gerhard Hofer

T: +43 1 907 80 26 - 55

gerhard.hofer@e-sieben.at

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